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Jodmangel

Jodmangel | Lugol’sche Jodlösung | Iod-Kaliumiodid)

Ursachen von Jodmangel

Jod wird in der Schilddrüse und in geringen Menge in jeder Zelle gespeichert und dort ständig verbraucht, da es permanent ans Blut zur Bewältigung vieler Aufgaben abgegeben wird. Alle 17 Minuten strömt das ganze Blut durch die Schilddrüse und wird dort mit Jod versetzt. Nur mit angemessenem Jodbestand können Schilddrüse und Zellen ihre vielen Aufgaben bewältigen.

Zum ständigen alltäglichen Jodverbrauch gehören aber auch weitere Hauptursachen für Jodverlust: insbesondere die sog. Halogene, z.B. Chlor in Trinkwasser oder Bädern und vor allem Fluor (z.B. in Wasser oder Zahnpasta) sowie Brom. Obendrein kann zu viel Natriumchlorid (raffiniertes Kochsalz) und Schwermetalle wie Quecksilber, Blei, Cadmium oder Aluminium die Jodaufnahme unterdrücken.

Eine neue russische Studie beweist, dass Umweltverschmutzung im allgemeinen Jodmangel erhöht (sie verdrängt Jod im Körper).

Der durchschnittliche Jodspiegel ist in den letzten 30 Jahren um unglaubliche 50% gefallen. Umso mehr der o.g. Jod-verbrauchenden Faktoren existieren, umso mehr Jod muss von außen zugeführt werden. Viele Menschen leiden unter einem Jodmangel. Zudem sind die normalerweise vorgeschlagenen Normalwerte für die meisten zu niedrig angesetzt.

 

Natürliche Jodquellen

Jod ist ein lebenswichtiges Element des tierischen und menschlichen Organismus, welches mit der Nahrung aufgenommen wird. Am größten ist die Konzentration beim Menschen in der Schilddrüse. Jod wird dort in den Hormonen Thyroxin und Trijodthyronin und als Diiodtyrosin genutzt.
Jod findet sich z.B. in Böden, unraffiniertem Meersalz, vielen Meeresnahrungsmitteln (Ozean-Fisch, Schellfisch, Austern), Kelp und weiteren Algengewächsen, Butter, Ananas, Artischocken, Spargel, dunkelgrünem Gemüse und Eiern.
Jedoch allein mit Fischen kann man den Bedarf an Jod nicht ausgleichen. Um z.B. 13,8 mg Jod zu erlangen, wäre es notwendig 10-20 Pfund Fisch pro Tag zu sich zu nehmen.

Ein paar Gemüsesorten wie Kohl oder Spinat können die Jod-Aufnahme blockieren, wenn sie roh oder ungegoren verzehrt werden.

Aufgaben und Wirkungen von Jod

  • Herstellung von wichtigen Hormonen, hauptsächlich der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3)
  • kümmert sich um den Energie-Aufbau und die Energieerneuerung. Gibt Schwungkraft im Alltag
  • beruhigt Körper, löst Nervenanspannungen (baut Reizbarkeit ab, schaltet um auf Ruhe, verbessert Schlaf) – dies macht den Aufbau und das Speichern von neuen Kraftreserven möglich
  • es erhöht allgemein die Widerstandskraft, kräftigt das Immunsystem gegen Erkrankungen – besonders bedeutend gegen alle Arten von radioaktiven Einflüssen!
  • es ist ein potentes Antioxidant, es hebt dadurch viele schädliche freie Radikale und deren Kettenreaktionen auf
  • es steigert die  sofortige Ausscheidung von Brom, Fluor, Chlor und einigen Schwermetallen inkl. Quecksilber und Blei. Brom und Fluor können nur mit Jod neutralisiert und ausgeschieden werden (Jod ist die einzige Option, das giftige Fluor, Chlor und Brom aus der Schilddrüse und der Zirbeldrüse zu entfernen, in der sich Fluor konzentriert, vor allem bei Jodmangel)
  • schützt gegen schwerwiegende Stoffwechsel- und Entwicklungsstörungen.
  • es ist sehr wirksam zur Entkeimung, Mikrobenvernichtung und Desinfektion, da es antibakteriell wirkt: vernichtet sofort schwächliche schädliche Keime im Blut. Stärkere Keime werden – sofern genug Jod vorhanden ist, – bei jedem Schilddrüsen-Durchfluß geschwächt, bis auch sie sterben. Es reinigt daher das Blut, sodass alle üblichen Infektionen daraus verschwinden
  • es hilft gegen infektiöse Entzündungen, z.B. des Zahnfleisches
  • es verbessert klares Denken, der Intellekt arbeitet besser
  • es Baut verstärkt Fett ab, indem es zu verstärkter Oxidation und damit der Fettverbrennung anregt.
  • hilft gegen Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyroidismus)
  • es verhindert zu starkes Zellwachstum (wie es bei Zysten, Knoten, Hyperplasie, Krebs/Tumoren der Fall ist)
  • verhindert Aufnahme und Anreicherung von radioaktivem Jod in Drüsen und Gewebe (rad. Stoffe verändern und zerstören Gewebe)

 

Folgen von Jodmangel

Alle Systeme des Körpers ziehen sich hin: das Verdauungssystem wird träge, die Nägel wachsen langsamer, Haut und Haare trocknen aus und werden stumpf, die Sehnenreflexe versteifen, die Empfindlichkeit gegen Erkältungen steigt, der Puls verlangsamt sich. Die ganze Persönlichkeit wird stumpfer, Aufmerksamkeit und Gedächtnis verschlechtern sich, die Irritierbarkeit ausgelöst durch Ermüdung und extremer Apathie erhöht sich.

Hauptsächlich sind Schwangere davon betroffen, welche im Allgemeinen mehr Jod benötigen. Folgen des Jodmangels können irreversible Schädigungen des Fötus sein (lt. Dr. Robert Utiger).

Weitere Folgen von Jodmangel beim Menschen können angeschwollenen Drüsen in der Kehle, Schilddrüsenerkrankungen, erhöhte Fluor-Vergiftungsanfälligkeit, herabgesetzte Fruchtbarkeit, erhöhte kindliche Sterblichkeit und (bei starkem Mangel) mentale Reifungsverzögerungen sein. Zudem ist es möglich, dass bei der Entstehung von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) bei Babys Jodmangel der Mutter ein kausaler Faktor ist. Auch vergrößert sich bei Jodmangel die Schilddrüse, sodass ein Kropf entstehen kann.

Zusätzlich treten Symptome wie Antrieblosigkeit, Muskelkrämpfe, kalte Hände und Füße, schlechtes Gedächtnis, Verstopfung, Depression, Kopfschmerzen, Ödeme, Schmerzen, Müdigkeit, rissige Nägel, Gewichtszunahme oder trockene Haut auf.

 

Bei folgenden Erkrankungen wird Jod eingesetzt:

  • Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS/ADS)
  • Atherosklerose
  • Brusterkrankungen
  • Übermäßige Schleimproduktion
  • fibrös-zystische Brusterkrankung
  • Kropf
  • Kopfschmerzen und Migränekopfschmerzen
  • Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz)
  • chronische Müdigkeit
  • Bluthochdruck
  • Infektionen
  • überschießende Narbenbildung / Keloid
  • Leberkrankheiten
  • Nephrotisches Syndrom
  • Krankheiten der Eierstöcke
  • Speichelsteine
  • Peyronie-Krankheit
  • Erkrankungen der Prostata
  • Balggeschwülste
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Infektionen der Scheide
  • Gebärmutter-Myome
  • Schwermetallvergiftungen (Quecksilber, Blei, Arsen)
  • Bronchitis und Lungenentzündung
  • Fettleibigkeit / Adipositas
  • Depression
  • Brustschmerzen
  • Hautausschlag/ Ekzeme
  • urogenitale Erkrankungen
  • Rheuma
  • Mandelentzündung
  • Husten
  • Magenschmerzen
  • Benommenheit
  • Allergien
  • Menstruationsstörungen / Menstruationsunregelmäßigkeiten
  • Zahnfleischinfektion
  • Schuppenflechte
  • Herzrhythmusstörungen
  • erhöhter Cholesterinspiegel
  • Verstopfung / Darmträgheit
  • dünner werdendes Haar
  • Diabetes Typ 2
  • Multiple Sklerose
  • Gastroparese / Magenlähmung
  • Bakterielle Überbesiedelung des Dünndarms
  • Etc., etc.!!!

 

Täglicher Jod Bedarf

Der Jodvorrat im menschlichen Körper wird angegeben auf 10 bis 30 Milligramm.
Jeden Tag wird Jod in Mikrogramm-Mengen für die Schilddrüse, die Brustdrüsen und für anderes Gewebe gebraucht.
Die Angaben darüber, wie groß die täglich zuzuführende Gesamtjodmenge ist – besonders beim Jodmangel – weichen ziemlich ab. Angesichts der oben erwähnten Jodverbraucher und der ständig sich erhöhenden Belastungen mit Giften und radioaktiven Partikeln nimmt auch der Jodbedarf ständig zu.
Somit sind die folgenden herausgegebenen ‚offiziellen‘ Angaben zum täglichen Jod-Bedarf mit hoher Vorsicht zur Kenntnis zu nehmen, weil sie im Allgemeinen zu niedrig sein dürften und daher eher irreführend und zum Nachteil der Gesundheit sind!

Nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wird die tägliche Einnahme von 180 bis 200 Mikrogramm Jod für Erwachsene (bei Schwangeren und Stillenden etwas mehr) und 40 bis 200 Mikrogramm bei Kindern und Jugendlichen empfohlen. Die eigentliche Jodaufnahme in Deutschland wurde durch die DGE 2003 auf 110–120 µg Jod/Tag bei Erwachsenen angegeben. Somit bestand jedoch immer noch eine Unterversorgungssituation, ganz besonders auch bei Schwangeren.

Empfohlene tägliche Aufnahme
Säuglinge  50–80 µg
Kinder bis zum 9. Lebensjahr       100–140 µg
Jugendliche und Erwachsene       180–200 µg
Schwangere Frauen    230 µg
Stillende Mütter  260 µg
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jodmangel#Tagesbedarf_an_Jod
Die Richtwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind höher: Jodzufuhr bei Kindern bis 6 Jahre 90 µg/Tag, bei Schulkindern 120 µg/Tag und bei Jugendlichen und Erwachsenen 150 bis 200 µg/Tag. Die zu ratende Tagesdosis für einen Erwachsenen beträgt nach den Angaben der Nährwertkennzeichnungsrichtlinie, RL 90/496/EWG, 150 µg/Tag.

 

Erforderliche Jodmenge bei Jodmangel

Dr. David Brownstein testete 5.000 Patienten (USA) und stellte fest, dass 95 % der Patienten Jodmangel aufwiesen! Auch wenn dieser Prozentsatz in Deutschland durch die Salzjodierung nicht so hoch sein sollte, ist es zu erwarten, dass viele Menschen unter unerkanntem Jodmangel leiden.

Die Angaben, wie viel Jod im Falle von Jodmangel eingenommen werden soll, gehen ebenfalls gewaltig auseinander. Je mehr praktizierende Ärzte sich mit Jodtherapie auseinandersetzen, umso größer scheinen sie die relevanten Dosierungen pro Tag zu schätzen. In den 30er Jahren ergab bei Jodmangel die normale Behandlungsdosis 300 mg (= 46 Tropfen von starker Lugol’scher Lösung) bis 1 g (154 Tropfen). Dr. Sircus rät als Dosis zur Behandlung von Jodmangel: 5 Tropfen Lugol’sche Jodlösung (ca. 32 mg Jod!) / Tag in Wasser umgerührt, bei starkem Bedarf gar 5-10 (30-60 mg) Tropfen pro Tag, weil sich in den letzten Jahrzehnten die radioaktive Belastung, die Belastung durch Fluor, Chlor, Schwermetalle, Stress und neg. Lebensumstände, Sorgen, Ängste etc. beträchtlich erhöht haben und aufgrund dessen der Jodverbrauch erheblich größer geworden ist.

 

Verschiedene Arten der Jod-Zuführung

Weil Jod nicht im Körper eigenständig produziert wird, muss es von außen zugeführt werden. Dies kann auf unterschiedliche Weise passieren:

  • jodhaltige Nahrungsmittel, z.B. Meeresfische und weitere Meeresprodukte, Rettiche, Radieschen, Spargel, Karotten, Tomaten, Spinat, Rhabarber, Kartoffeln, Erbsen, Erdbeeren, Pilze, Bananen, Kohl, Eigelb und Zwiebeln
  • mit Jodtinktur (= Jod in Ethanolalkohol)
  • Fuß- oder Handbäder, in welchen Jodtinktur oder Lugol’sche Jodlösung in warmem Wasser in der erforderten Menge aufgelöst wird
  • Präparate mit hohem Jodgehalt, z.B. Lugol’sche Lösung, Lebertran, Algentabletten, Jodtabletten (die meist nur 100 – 200 Mikrogramm Jod enthalten)
  • Im Strahlennotfall durch 1-2 Kaliumiodid-Tabletten (je Tablette 65 mg Jod)
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