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Kryptopyrrolurie

Als Stoffwechselstörung Kryptopyrrolurie (KPU) oder Hämopyrrolaktamurie (HPU) wird eine Störung bezeichnet
Ursache der Nährstoffdefizite ist häufig eine Störung des Häm-Stoffwechsels, die sogenannte Kryptopyrrolurie (KPU).
Bei dieser Erkrankung werden Zink und Vitamin B6 an Stoffwechselfehlprodukte so gebunden, dass sie für den Organismus nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Die KPU ist ein Begriff aus der Biochemie. Das Wort Krypto kommt aus dem griechischen Krypta und bedeutet versteckt. Pyrrole sind Bausteine von rotem Blutfarbstoff und gewisser Bluteiweiße. Wenn das Blut altert, erscheint Pyrrol als Bestandteil von Gallensäuren im Stuhl und färbt diesen braun. Bei den Pyrrolikern findet sich Pyrrol erhöht im Blut und erscheint deshalb im Urin. Urie bedeutet, dass das Pyrrol nicht nur im Stuhl, sondern auch über die Nieren im Urin ausgeschieden wird.
Was bedeutet die Diagnose Kryptopyrrolurie / KPU für den Patienten?
    • Der Mangel von Vitamin B6 und Zink weist darauf hin, dass der Mensch nicht in der Lage ist, zu entgiften. In den Zellen besteht ein Leben lang ein chronisches Defizit an Vitamin B6 und Zink, das nicht durch eine normale gesunde Mischernährung ausgeglichen werden kann.
    • Körpereigene sowie durch die Nahrung oder Umwelt aufgenommene Gifte, wie zum Beispiel Alkohol, Nikotin, Drogen und Schwermettale, können nicht verarbeitet werden, was im Laufe des Lebens zu immer schwereren Krankheitsbildern führen kann.
    • Der Körper ist auch nicht in der Lage, Pestizide und die diversen chemischen Zusätze in Kosmetika, Putz- Waschmittel und  unserer heutigen modernen Ernährung zu entgiften.
    • In vielen Fällen besteht Medikamentenunverträglichkeit. Folgerichtig bedeutet die Diagnose Kryptopyrrolurie für den Patienten: Nahrungsumstellung, Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, dadurch bessere Schadstoffresistenz und Entgiftung.
Der Kryptopyrrollurie Test (KPU Test), der die entsprechende Diagnose erlaubt, zeigt:
• Dass Vitamin B6 und Zink vermehrt im Urin ausgeschieden werden. Den Nachweis, ob Vitamin B6 und Zink in der Zelle vorhanden sind, liefert die intrazelluläre Blutanalyse. Serumanalysen sind hier leider nicht aussagekräftig.
Zudem muss man klären, ob bereits Folgeschäden entstanden sind. Jedoch wird in erster Linie die Krankheitsursache, in diesem Falle die KPU, durch Substitution von Vitamin B6, Zink und eventuell anderer Mineralien behandelt. Hier ist auch die Mitarbeit des Patienten gefragt, denn meistens ist eine Nahrungsumstellung nötig.
Vitamin B6-Mangelsymptome
Vitamin B6 ist unverzichtbar für die Gewinnung der Energie aus den Kohlenhydrat- und Eiweißspeichern.
Es ermöglicht die Bildung der Neurotransmitter aus den kleinsten Eiweißbausteinen. Fehlt es, können die entsprechenden Gehirnbotenstoffe (Serotonin, Noradrenalin und Dopamin) nur in unzureichendem Maße gebildet werden. Damit sind Störungen der Gehirnfunktion, wie Gedächtnis- und Lernstörungen, quasi vorprogrammiert.
Unwohlsein am Morgen, Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Blutarmut Depressionen, fehlende Erinnerung an Träume und vor allem eine gestörte Glukoseversorgung des Gehirns, worauf der menschliche Organismus mit einer verstärkten Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin reagiert. Dieses Hormon befähigt den Menschen zu körperlichen Höchstleistungen. Leider erfolgt die Freisetzung des Hormons auch während der Schulzeit. Den Energieüberschuss bauen betroffene Kinder z.B. über körperliche Unruhe und ADHS-Verhalten ab.
Fehlendes Vitamin-B6 verhindert einen ausreichenden Abbau von Histamin (verantwortlich für das Erscheinen allergischer Symptome)Zink-Mangelsymptome
Zink ist an sehr vielen Stoffwechelprozessen beteiligt. Das verwundert nicht, denn es ist Bestandteil von mehr als 200(!) Enzymen und beschleunigt oder verlangsamt Stoffwechselvorgänge, steuert so auch die Bildung und Freisetzung von Neurotransmittern und spielt u.a. eine wichtige Rolle bei der Zellteilung.
Weiße Flecken der Fingernägel – oft in Verbindung mit einem erhöhten Kupferspiegel; helle Haut, ausfallende Haare, strohige Haare, Ekzeme der Haut, Akne vulgaris (im Volksmund als Pickel bezeichnet), Herpes, Störungen des Immunsystems, Störungen des Muskel- und Knochenstoffwechsels und natürlich auch Legasthenie. Die Aufzählung weiterer Zinkmangelsymptome an dieser Stelle würde den Rahmen sprengen.Beide Vitalstoffe steuern vielfältige Stoffwechselprozesse, und ein Fehlen schon eines der beiden Vitalstoffe kann gravierende Auswirkungen auf viele Stoffwechselvorgänge beim Menschen haben. Aufgrund der Störungen des Eiweißstoffwechsels zeigt sich eine Störung der Funktion des Immunsystems (Antikörper sind aus Eiweißen aufgebaut) und eine schlechtere Verträglichkeit eiweißhaltiger Speisen.
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