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Artesunat-Infusionen

Beifuß Artesunat-InfusionenArtesunat-Infusionen bei Krebs

Artemisia annua – Artesunat-Infusionen bei Krebs – ein effektiver Naturwirkstoff aus dem Chinesischen Beifuß

Artemisinin – ein altes Heilmittel bekämpft Krebs Artemisinin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, chemisch ein Sesquiterpen, der in den Blättern undBlüten des Einjährigen Beifußes (Artemisia annua) vorkommt. Charakteristika der Artemisininstruktur sind ein Trioxanringsystem und eine Peroxidbrücke. Es wird in Vietnam, China und Afrika zur Behandlung von Infektionen mit multiresistenten Stämmen von Plasmodium falciparum, dem Erreger der Malaria tropica, eingesetzt.

Die Verabreichung von Artesunat ist unkompliziert und wird in aller Regel sehr gut vertragen.
Meist ist zu Beginn einer Therapie eine intensive Behandlung mit 10 bis 20 Infusionen sinnvoll. Die Behandlungsdauer beträgt ungefähr 1 Stunde.

„Artesunate, eine Substanz aus dem einjährigen Beifuss, wirkt zerstörerisch auf schnell wachsende Krebszellen“, so Prof. Thomas Efferth, Leiter der Abteilung für pharmazeutische Biologie der Universität Mainz.

Das Geheimnis der Wirkung von Artemisinin -Artesunat-Infusionen

Das Geheimnis seiner Wirkung liegt in seiner Reaktion mit Eisen, das sich in hohen Konzentrationen in Malariaerregern findet. Gerät Artemisinin in Kontakt mit Eisen, kommt es zu einer chemischen Reaktion, durch die freie Radikale erzeugt werden, diese sind die eigentliche Waffe gegen die Malariaparasiten. Sie greifen die Zellmembrane an, reißen sie förmlich auseinander und vernichten so den Erreger. Da Krebszellen große Mengen an Eisen verbrauchen, um bei der Zellteilung ihre DNS zu reproduzieren, finden sich darin auch wesentlich höhere Konzentrationen als in normalen Zellen. Die Krebszellen können deshalb mehr Eisen aufnehmen, weil sich an ihrer Oberfläche viele Transferrin-Rezeptoren befinden.

Neben seiner hohen Effektivität hat Artesiminin viele Vorteile: Es ist selektiv. Es wirkt auf Krebszellen toxisch, doch auf normale Zellen hat es fast keinen negativen Effekt.
Auch Krebszellen, die gegenüber Zytostatika resistent sind, reagieren bzw. werden abgetötet.

Eigenschaft „Artesunat“ als ein hervorragendes biologisches Krebstherapeutikum

„Artesunat“ wirkt über eine endogene Peroxidstruktur, die bei hohen intrazellulären Konzentrationen an Eisenionen instabil reagiert und in freie Radikalmoleküle zerfällt. Besonders diese physiologische Eigenschaft zeichnet „Artesunat“ als ein hervorragendes biologisches Krebstherapeutikum aus. Hohe Eisenkonzentrationen bilden sich natürlich bedingt in den Erythrozyten, aber in besonders hohen Anteilen auch in karzinogenen Tumorzellen, die auf Grund ihrer extrem beschleunigten Zellteilungsraten einen wesentlich höheren Eisengehalt haben als gesunde Zellen.
 Dieser biologische Mechanismus schädigt die Krebszellen, in dem die Radikalmoleküle die Zellorganellen, speziell die Mitochondrien zersetzen und hier die defekte, entartete DNA der befallenen Zellen irreparabel zerstört
Wie Dr. Anne Hamacher-Brady, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschergruppe „Integrative Bioinformatics and Systems Biology“ unter der Leitung von Prof. Dr. Roland Eils erläutert, sind intakte Lysosomen die Voraussetzung dafür, dass das Zelltodsignal an die Mitochondrien weitergeleitet wird. Mitochondrien, normalerweise die „Kraftwerke“ der Zelle, spielen im programmierten Zelltod häufig durch die Freisetzung sogenannter pro-Zelltodmoleküle eine Rolle. Im Zelltod durch Artesunat findet diese Umwandlung der Mitochondrien in Zelltod-Organellen in Abhängigkeit des lysosomalen Eisens statt. Die Wissenschaftler konnten außerdem zeigen, dass das Artesunat durch seinen Einfluss auf die räumliche Verteilung von zellulären Komponenten Prozesse blockiert, die normalerweise das Überleben und die Verbreitung von Krebszellen unterstützen. Dazu gehört unter anderem der Vorgang der Autophagie, bei dem die Zelle eigene Bestandteile lysosomal abbaut und damit in Situationen mit begrenzter Nährstoffzufuhr, wie zum Beispiel im Inneren eines Tumors, überlebenswichtige Makromoleküle recycelt.

15006_HYK_MAY_190 Artesunat-InfusionenArtesunat-Infusionen – Wirkung schon nach kurzer Zeit

Die Heidelberger Forscher verwendeten für ihre Experimente Brustkrebszellen. Diese behandelten sie im Reagenzglas mit unterschiedlichen Mengen an Artesunat und beobachteten anschließend die Überlebensfähigkeit der Zellen. In höheren Dosierungen aktivierte Artesunat bereits nach 24 Stunden den programmierten Zelltod. Interessanterweise wirkte das Malariamittel jedoch weniger toxisch auf die Krebszellen, wenn die Konzentration an reaktiven Eisen in den Lysosomen mit Hilfe eines speziellen Komplexbildners erniedrigt worden war. “Das Eisen reagiert in den Lysosomen mit Artesunat. Dabei entstehen unter anderem freie Sauerstoff- radikale”, erklärt Hamacher-Brady. “Die Radikale sind extrem reaktiv und oxidieren bestimmte Bestand- teile der Lysosomen.” Diese Veränderungen lösen eine Signalkaskade aus, die bewirkt, dass in den Mitochondrien der programmierte Zelltod in Gang gesetzt wird. Warum Artesunat Brustkrebszellen zerstören kann, aber normale Brustepithelzellen in Ruhe lässt, darüber kann Hamacher-Brady nur spekulieren: “Aufgrund ihres schnellen Wachstums enthalten Krebszellen mehr reaktives Eisen in ihren Lysosomen als gesunde Zellen. Wir vermuten, dass Krebszellen deshalb so empfindlich auf Artesunat reagieren.”

 

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Artesunat Infusion – Anwendung