Operation vorbereiten: wichtige Tipps und Informationen

Ein bevorstehender operativer Eingriff ist häufig mit Unsicherheiten und Ängsten verbunden. Wird die Operation gut verlaufen und zum gewünschten Erfolg führen? Wie gefährlich ist die Narkose? Wie lange dauert es, bis man vollkommen wiederhergestellt ist? Gibt es eine Alternative zum invasiven Eingriff? Was kann man selber vorher tun, um Körper und Seele bestmöglich in Form zu bringen? Wie laufen die Aufklärungsgespräche ab? Was gibt es sonst noch zu beachten? Diesen und vielen anderen Fragen widmet sich unser Beitrag Operation vorbereiten.

Operation vorbereiten: Ist der Eingriff wirklich notwendig?

So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Jeder Eingriff birgt ein gewisses Risiko und deshalb sollten unnötige Operationen auf jeden Fall vermieden werden. Wenn der Eingriff vorab geplant werden kann (keine Notoperation), sollten Sie zuvor unbedingt mehrere fachkundige Meinungen einholen. Es kommt durchaus vor, dass die Erst- und Zweitmeinung sich deutlich unterscheiden. Zögern Sie nicht, Ihre Bedenken und Sorgen zum Ausdruck zu bringen. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an einen weiteren Experten und lassen Sie sich zu Alternativen beraten. Fragen Sie zudem, wie Sie sich auf die Operation vorbereiten können. Schließlich geht es um Ihren Körper und Ihre Gesundheit!

Operation vorbereiten: Sorgen Sie gut für Ihren Körper!

Jeder Eingriff stellt eine große physische Belastung dar. Ein guter Allgemeinzustand senkt die Komplikationsrate erheblich und kann den Krankenhausaufenthalt verkürzen. Je fitter und beweglicher Sie am Tag der Operation sind, desto besser!

Nutzen Sie die Zeit vor der Operation dazu, sich vermehrt körperlich zu betätigen. Schon moderate Bewegung, am besten an der frischen Luft, kräftigt die Muskeln, das Herz-Kreislauf-System und das Atemwegsystem.

Auch Ihre Ernährung ist von großer Bedeutung, wenn Sie sich auf eine Operation vorbereiten. Achten Sie darauf, ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zu sich zu nehmen. Vermeiden Sie hochprozessierte Lebensmittel, Konservierungsstoffe und Alkohol. Viel Gemüse, Obst und kräftigende, aber leichte Nahrung sollten jetzt bevorzugt auf Ihrem Speiseplan stehen. Natürlich sollten Sie auch ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, vorzugsweise ungesüßten Tee und Wasser. Falls bei Ihrer Operationsvorbereitung ein paar überflüssige Pfunde purzeln, ist das ein toller positiver Nebeneffekt: Übergewicht stellt bei Operationen eine zusätzliche Belastung für den Kreislauf dar. Wenn möglich, sollten Sie zudem auf Nikotin verzichten, da Rauchen insbesondere Wundheilungsstörungen, Probleme mit der Sauerstoffversorgung und Infektionen nach sich ziehen kann.

Operation vorbereiten: Bauen Sie Ängste und Stress ab!

Angst und Stress wirken sich äußerst negativ auf unser Allgemeinbefinden aus. Tauschen Sie sich mit vertrauten Personen über Ihre Gefühle aus! Thematisieren Sie Ihre Ängste im Rahmen der Aufklärungsgespräche mit dem Chirurgen und dem Anästhesisten. Für den Stressabbau ist es ausgesprochen wichtig, Sorgen nicht in sich hineinzufressen – und außerdem ist geteiltes Leid bekanntermaßen halbes Leid… Gönnen Sie sich Muße, während Sie sich auf die Operation vorbereiten. Ausgedehnte Spaziergänge, leichte Lektüre und beruhigende Musik können wahre Entspannungswunder wirken. Und natürlich helfen Yoga, autogenes Training oder andere meditative Methoden dabei, Ruhe zu finden und positive Gedanken zu fassen.

Operation vorbereiten: das (anästhesiologische) Aufklärungsgespräch

Beim Aufklärungsgespräch zur Operationsvorbereitung bekommen Sie Informationen zu Ablauf und Risiken einer Operation. Es soll Sie in die Lage versetzen, eine fundierte Entscheidung für oder gegen die Operation zu treffen. Deshalb darf dieses Gespräch nicht zu kurzfristig stattfinden, also nicht erst quasi auf dem Operationstisch. Bei einer stationären Behandlung muss das Aufklärungsgespräch mindestens am Vortag stattfinden.

Im Idealfall erfolgt das Aufklärungsgespräch bereits bei der Festlegung des OP-Termins. In der Regel erhalten Sie anschließend einen Aufklärungsbogen, auf dem die einzelnen Punkte schriftlich festgehalten sind. Nach Abklärung aller offenen Fragen wird Ihnen eine Einverständniserklärung ausgehändigt. Durch Ihre Unterschrift geben Sie die Einwilligung zur Operation, ohne welche der Eingriff nicht stattfinden darf. Sie sind allerdings nicht dazu gezwungen, die Erklärung umgehend zu unterschreiben! Falls Sie sich nicht ausreichend informiert fühlen oder mehr Zeit für eine Entscheidung brauchen, sollten Sie das unmittelbar zum Ausdruck bringen.

Neben der Besprechung mit einem Chirurgen gibt es auch noch ein Aufklärungsgespräch mit dem Narkosearzt. Hier geht es um Erläuterungen zu Ablauf und Art des Narkoseverfahrens und potenziellen Alternativen. Außerdem werden Sie über typische Risiken informiert und zu Vorerkrankungen und Medikamenten befragt. Hier ist es besonders wichtig, dass Sie detailliert Auskunft geben! Nur so kann der Anästhesist mögliche individuelle Risikofaktoren einschätzen und die Operation bestmöglich vorbereiten.

Operation vorbereiten: die Voruntersuchungen

Insbesondere bei schwierigeren Eingriffen ist eine umfassende Diagnostik notwendig. Je nach Art der Erkrankung und des Eingriffs sind beispielsweise folgende Voruntersuchungen notwendig:

  1. Generelle körperliche Untersuchung
  2. Röntgenaufnahme des Brustkorbs
  3. Lungenfunktionstest
  4. EKG
  5. Bestimmung der Blutwerte
    • – Blutbild
    • – Elektrolyte
    • – Blutzucker
    • – Leberwerte
    • – Nierenwerte
    • – Bestimmung der Blutgruppe (wichtig für eventuelle Transfusion)
  6. Anamnese
    • – Vorerkrankungen
    • – Medikamenteneinnahmen
    • – Allergien
    • – Tabak- und Alkoholkonsum
    • – Bisherige Erfahrungen mit Narkose

Operation vorbereiten: akute andere Erkrankungen

Während Sie sich auf die Operation vorbereiten, können plötzlich andere Erkrankungen auftreten. Eine leichte Erkältung führt in der Regel nicht zu einem erhöhten Komplikationsrisiko. Dennoch ist es besser, umgehend den behandelnden Arzt zu benachrichtigen, wenn Sie sich nicht gut fühlen. In Absprache mit Ihnen und der Klinik wird er entscheiden, ob der Eingriff verschoben werden muss.

Operation vorbereiten: Was müssen Sie zum Termin mitbringen?

Um sich unnötigen Stress zu ersparen, sollten Sie frühzeitig alles Notwendige einpacken. Neben bequemer Kleidung, Hygieneartikeln und anderen persönlichen Gegenständen sollten Sie unbedingt an folgendes denken:

  • Einverständniserklärung (falls noch nicht abgegeben)
  • Persönliche Medikamente
  • Einweisungsschein
  • Befunde von Voruntersuchungen
  • Arztbriefe
  • Hilfsmittel wie Brille, Hörgerät, Gehhilfe etc. und
  • Kontaktdetails von Angehörigen

Operation vorbereiten: der Tag vor dem Eingriff

Im Rahmen des Aufklärungsgesprächs werden Sie darauf hingewiesen, welche Medikamente sie vor der Operation absetzen müssen. Mindestens sechs Stunden vor dem Eingriff sollten Sie zudem keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Übrigens gelten auch Milch und andere trübe Flüssigkeiten als Nahrung und dürfen daher nicht konsumiert werden. Meistens dürfen Sie allerdings bis zu zwei Stunden vor dem Eingriff noch etwas klare Flüssigkeit wie Wasser oder Tee trinken.

In der Regel befinden Sie sich bereits am Tag vor der Operation in der Klinik, um sich auf die Operation vorzubereiten. Falls Sie sehr unruhig sind, ist es möglich, ein Beruhigungsmittel zu erbitten, um besser einschlafen zu können.

Operation vorbereiten: der Operationstag

Am Tag des Eingriffs gibt es für Sie, abgesehen von den oben genannten Maßnahmen zur Medikamenteneinnahme und Nüchternheit, kaum noch etwas zu beachten. Betrifft die Operation jedoch paarig vorhandene Organe oder Gliedmaßen, empfiehlt es sich, diese eindeutig vor Ihren Augen markieren zu lassen, um Verwechslungen zu vermeiden. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit hat übrigens spezielle Empfehlungen zur Prävention von Verwechslungsfehlern bei Operationen herausgegeben. Bei Interesse finden Sie hier genauere Informationen:

Empfehlungen zur Prävention von Verwechslungsfehlern bei Operationen

Operation vorbereiten: Wir stehen Ihnen zur Seite!

Eine Operation sollte immer das letzte Mittel der Wahl sein. Dennoch lassen sich manche Eingriffe leider nicht vermeiden. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich ganz bewusst und voller Zuversicht auf Ihre Operation vorbereiten. Das Team der Natura Heilpraxis steht Ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite. Wir unterstützen Sie auf physischer ebenso wie auf psychischer Ebene und helfen Ihnen gerne:

  • bei Fragen zur präoperativen Bewegung und Ernährung
  • bei der Rauchentwöhnung
  • beim Abbau von Ängsten
  • bei der individuellen Stressbewältigung

… und natürlich sind wir auch nach dem Eingriff jederzeit für Sie da!


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