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Dichloracetat (DCA) Infusion

Seit vielen Jahren ist die Therapiemöglichkeit der angeborenen Lactacidose bei Kindern durch Dichloracetat (DCA) bekannt, da es die Milchsäurebildung in den Zellen hemmt. In den letzten Jahren haben sich jedoch auch Einsatzmöglichkeiten in der Krebsbehandlung gezeigt, bei der es sich, wie wir seit Warburg (Warburg-Effekt) (1932) wissen, um eine Funktionsstörung der Mitochondrien handelt.

DCA ist in der Lage, diese Störungen zurückzudrängen oder zu beseitigen. Damit handelt es sich hier um eine Ergänzung Alternative zur Chemotherapie.

Dichloracetat (DCA) ist das Natriumsalz der Dichloressigsäure und ist z.B. in USA seit ca. Es ist als Infusionstherapie eine gezielte Tumortarget-Therapie und inhibiert die Tumorglykolyse. Es hat zudem angstlösende Eigenschaften.

Im Jahr 2007 berichtete Bonnet über Funktionsstörungen in den Mitochondrien von Tumorzellen und wie diese Funktionsstörungen durch DCA rückgängig gemacht werden können (Cancer Cell 11, 37-51, Jan. 2007).
Die in den Tumorzellen typischerweise ablaufende Anaerobe Glykolyse könnte nach seiner Meinung über eine Änderung des Membranpotenzials der Mitochondrien den Ablauf der Apoptose (des natürlichen Zelltodes) in den Zellen behindern. Dichloracetat hemmt die mitochondriale Pyruvat Dehydrogenase Kinase (PDK), die in Tumorzellen in hohen Konzentrationen gebildet wird, und damit den Abbau von Pyruvat. Pyruvat ist jedoch unerlässlich für den gesunden Zellstoffwechsel und die Funktion der Atmungskette, die Glukoseoxidation.

pH-Wert – Laktat – Funktionsstörung der Mitochondrien

Tumore verstoffwechseln in hohem Maße Glukose und Fette, wodurch eine hypoxische (Hypoxie bezeichnet die den ganzen Körper oder Teile davon betreffende Mangelversorgung des Gewebes mit Sauerstoff). Stoffwechselsitutation mit Veränderung der mitochondrialen Glukoseoxidation über die Pyrovatdehydrogenase in Richtung aerober Glykolyse geschieht. Es entstehen die Endprodukte Laktat und H+, welche sich dann vermehrt in der Zellumgebung wiederfinden und das Säure-Basen-Gleichgewicht in der Tumorumgebung empfindlich stören bzw. den pH-Wert der Tumorumgebung von physiologischen 7,3 auf 6,8 senken können. Dies konnte durch pH-sensitive PET Radiotracer und Magnetic-Resonance-Spektroskopie und MRT durch optische Bildgebungsverfahren nachgewiesen werden.

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