Schlafstörungen, Nervosität und Innere Unruhe

Viele Menschen leiden heutzutage unter Schlafstörungen. Doch woher kommen Sie und wie kann man diese besiegen um endlich den wohlverdienten Erholungsschlaf zu erlangen?

Schlafstörungen haben oftmals keine körperlichen Ursachen. Meist sind die Auslöser bedrückende Ereignisse, wie z.B. Trennungen von dem Partner oder Probleme bei der Arbeit u.ä. Solange der Schlafrhythmus nur kurzzeitig gestört wird sind Schlafstörungen ungefährlich. Erst wenn sie über eine längere Periode andauern wird es für Ihren Organismus gefährlich da sich Ihr Körper an das Leiden mit der Schlaflosigkeit gewöhnt und Sie sich auf diese Weise verselbstständigt.

Jeden Tag aufs Neue sind wir Situationen ausgesetzt in denen das Leben von uns abverlangt über uns hinauszuwachsen. Herausforderungen die an manchen Tagen sogar so groß werden das uns alles über den Kopf wächst und wir das Gefühl haben die Kontrolle über unser Leben zu verlieren. In solchen Momenten kreisen uns Tausende von Gedanken gleichzeitig durch den Kopf, geben uns vor was noch alles zu erledigen ist und wir machen uns dadurch so verrückt das der für unsere Gesundheit so elementar wichtige Schlaf zur Nebensache wird und sich der Körper nicht richtig regenerieren kann. Die Auswirkungen des Schlafmangels auf körperlicher Ebene, wie z.B.:

–       Erschöpfungszustände
–       Konzentrationsprobleme
–       Unruhe
–       Gewichtszunahme
–       Frühzeitige Alterung der Haut
–       Gesteigerte Reizbarkeit
–       Kopfschmerzen
–       Erhöhte Blutzuckerwerte
–       Infekt-Anfälligkeit                                                                                                                                                  –       Burnout

uvm.

sollten keinesfalls verharmlost werden, da während des Schlafs wichtige und für unser Wohlbefinden unverzichtbare Prozesse ablaufen. Zum einen stärkt ausreichend Schlaf unser Immunsystem, wodurch der Organismus gestärkt wird und effektiv gegen zahlreiche Immunkrankheiten vorgehen kann zum anderen reguliert sich während des Schlafs unser Stoffwechsel sowie auch der Zellstoffwechsel, welcher essentiell für die Erneuerung unserer Zellen verantwortlich ist und somit die Hautalterung positiv beeinflusst und auf diese Weise wie ein körpereigenes Anti-Aging-Programm wirkt.

Außerdem wird durch guten Schlaf unser wichtigstes Sinnesorgan, das Gehirn, bei der Verarbeitung von Emotionen und Erinnerungen unterstützt. Somit ist guter Schlaf nicht nur für den Erhalt unserer Leistungsfähigkeit wichtig sondern ebenfalls ein wichtiger Faktor bei der Verzögerung von körperlichen und geistigen Alterungsprozessen.

 


Schlafprobleme bei Kindern:

Auch Kinder leiden oftmals an Schlafstörungen die sich tagsüber auf ihre Laune auswirken. Meist sind Gründe hierfür spätes zu Bett gehen sowie schwere Mahlzeiten am Abend wie auch übermäßiger Medienkonsum kurz vor dem schlafen gehen. Aber auch Alpträume die durch Ängste/Sorgen des Kindes entstehen wie bsp. durch Probleme in der Schule, Mobbing, schlechte Noten etc. können Auslöser für Schlafprobleme sein.


Was kann man bei Schlafproblemen tun?

Laut einer Forsa-Umfrage der Techniker Krankenkasse greifen immer mehr Menschen in Deutschland bei Schlafproblemen und Stress zur Schlaftablette. Damit geraten viele von Ihnen in den Teufelskreis der Abhängigkeit, da der körpereigene Schlafrhythmus durch das Einsetzen der Tabletten gestört wird und die Schlafqualität nach Absetzten der Tablette direkt wieder schlechter wird. Aus diesem Grunde sollte man so gut wie es geht auf schlaffördernde Medikamente verzichten.

Das Organ welches für den Rhythmus unseres Schlafs verantwortlich ist, ist die Zirbeldrüse. Eine winzige, kieferzapfenförmige und nur etwa 0,1 Gramm schwere Drüse im Zentrum unseres Gehirns die auf den ersten Blick weniger bedeutungsvoll erscheint als sie in Wahrheit ist. Die Zirbeldrüse ist für die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin verantwortlich. Je weniger Licht die Augen erreicht desto mehr Melatonin wird ausgeschüttet, schwemmt in unseren Blutkreislauf, senkt die Temperatur des Körpers sowie auch den Druck des Blutes und fährt infolgedessen den Stoffwechsel in den nächtlichen Ruhemodus runter.

Das Melatonin aus der Zirbeldrüse ist demnach für die Aufrechterhaltung des körpereigenen Biorhythmus verantwortlich, der als innere Uhr fungiert sowie eine wichtige Rolle beim einschlafen und wieder aufwachen spielt.

gesunden Schlaf – natürlichen SchlafrythmusGesundheitJetztNatura-heil-300x225 Schlafstörungen, Nervosität und Innere Unruhe

Um einen gesunden Schlaf zu erzielen, ist es erforderlich den Körper in einen natürlichen Schlafrythmus zu bringen. Unser natürlicher Schlafrythmus ist abhängig von unserer inneren Natur.

Wenn es draußen dunkel wird dann ist es sinnvoll sich zur Nachtruhe zu begeben. Die optimale Zeit ist vor Mitternacht.

Unser neumodernes Leben mit viel Stress, starker körperlicher Belastung, koffein-, und alkoholhaltigen Getränke hemmt die Melaninproduktion im Körper und raubt uns unseren Erholungsschlaf. Aus diesem Grund ist es wichtig sich auch mal eine Pause im Alltag zu nehmen.

Heilpflanzen – stimmungsaufhellender Wirkung

Anstatt auf starke Medikamente zu setzten können sie auf Heilpflanzen mit beruhigender oder stimmungsaufhellender Wirkung setzen wie z.b:

Baldrian:
Baldrian auch Katzenkraut genannt wirkt effektiv bei starker Unruhe und Einschlafstörungen. Die getrockneten Baldrianwurzeln als Tinktur, Tee oder in Form von Kapseln einnehmen. Vor allem vor Prüfungen und in Stresssituation ist Baldrian ein verlässliches Hilfsmittel.

Johanniskraut:
Johanniskraut wirkt wie ein natürliches Antidepressiva gegen Verstimmungen, die oft zusammen mit innerer Unruhe und Schlafstörungen auftreten.

Hopfen:
Hopfen als Tee oder Extrakt fördert Ihren Schlaf und beruhigt auch bei Menstruations- und Wechseljahrbeschwerden.

Lavendel Schlafstörungen, Nervosität und Innere UnruheMelisse:
Als Tee oder Extrakt hilft Melisse bei Magen-Darm-Beschwerden wie auch innerer Unruhe wirkt antiviral und beruhigt Magenverstimmungen, Blähungen sowie Schmerzen.

 

Lavendel:
Lavendel hat eine starke Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Beruhigt in Stresssituationen und verhilft beim Einschlafen. Am besten eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen als Tee zu sich nehmen.

 


 

Was machen Sie bevor Sie zu Bett gehen?

Voraussetzung für einen guten und erholsamen Schlaf ist eine gute „Schlafvorbereitung“
WICHTIG! Es sollten keine Streitereien, unnötige, nervenauftreibenden Diskussionen und auch keine wichtigen Gespräche (mit Freunden, Lebenspartner etc.) vor dem Schlafengehen stattfinden! Ihr Körper ist erst bereit für den Schlaf wenn Sie zur Ruhe kommen. Achten Sie darauf das Sie dies vor dem Schlafen gehen beachten, entspannen Sie sich und wiederholen Sie diesen „neuen Rhythmus“ so oft wie es nur geht.

 

Was hilft Ihnen um zur Ruhe zu kommen?

 

– Beruhigende Tees (Kräutertees)
– Meditation (Gedanken bereinigen / Gedanken-Hygiene)
– Ruhige Spaziergänge
– Schöne Musik
– Bücher (keine Zeitungen oder Bücher mit komplizierten Themen)
– Eine Gute Möglichkeit – mit dem Partner kuscheln                                                                                                – Schönes Ritual Tag Abschluss

Die Verwendung von elektronischen Geräten wie Computer, Mobiltelefon, Fernsehen u.ä. sollte vor dem schlafen gehen ebenfalls so gut wie möglich gemieden werden, da diese Geräte blaues Licht absondern ,welches Ihrem Körper vorgaukelt das es noch Tag sei und die Melatoninproduktion gehemmt wird. Elektronische Geräte sollten nachts am besten (ausgeschaltet), mindestens 4 Meter von Ihnen entfernt liegen.

BildeElektrischeGr Schlafstörungen, Nervosität und Innere Unruhe

 

Außerdem sollten Sie darauf achten das Sie tagsüber viel Sonnenlicht ausgesetzt sind. Je älter sie werden desto mehr Sonneneinstrahlung benötigt Ihr Organismus. Die Zirbeldrüse optimiert die Melatoninproduktion, indem sie sich an dem starken Lichtkontrast zwischen Tag und Nacht orientiert.

Ein heißes Bad vor dem Schlafengehen erhöht Ihre Körpertemperatur die sich nach dem Rausgehen aus dem Bad drastisch senkt und Ihrem Körper signalisiert, dass Sie bereit sind zum schlafen. Passend dazu sollte die Raumtemperatur, laut zahlreichen Studien, nicht höher als 21°C betragen.

Bitte achten Sie ebenfalls darauf, dass Ihr Wecker, morgens, nicht zu laut klingelt und Sie grob aus dem Schlaf gerissen werden. Dies fügt Ihrem Körper unnötigen Stress zu der Ihre Schlafprobleme auf Dauer sogar verstärken kann.