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Vitamin D: Das Licht des Lebens

Vitamin D Mangel

„Wo die Sonne scheint, kommt der Arzt nicht hin.“

Die Sonne ist für unser Wohlbefinden genauso wichtig wie Nahrung, Wasser und Sauerstoff, vor allem weil der Körper durch die Sonneneinstrahlung das Maß an Vitamin D produzieren kann, das für die Gesundheit des Körpers unerlässlich ist. Seit einigen Jahrzehnten haben sich jedoch Angst und Vorsicht verbreitet – und die Annahme, Sonnenlicht wäre keine Medizin, sondern fördert die Alterung und die Entstehung von Hautkrebs.

Dies ist zwar teilweise wahr, aber es ist ebenso wichtig zu verstehen, dass es auf das richtige Maß ankommt und dass es die Möglichkeit gibt, unseren Vitamin-D-Spiegel regelmäßig zu überprüfen. So können Vitamin-D-Mangelzustände vermieden und die gesundheitsfördernden Aspekte genutzt werden.

Eine wachsende Zahl von Studien bestätigt den Zusammenhang zwischen Vitamin D und einem guten Gesundheitszustand. Das „Sonnenscheinvitamin“ fördert die Knochengesundheit und die Kalziumaufnahme im Körper und ist wichtig für die Gesundheit von Herz und Gehirn.

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Vitamin D: wie es gebildet wird

Inzwischen ist bekannt, dass die Funktionen und Auswirkungen von Vitamin D im Körper denen von Hormonen ähneln, die den Stoffwechsel, die Zellfunktionen und die Expression unzähliger Gene beeinflussen.

Die Herstellung von Vitamin D erfordert die Hilfe einer externen Quelle, um eine Reihe von Reaktionen auszulösen. Provitamin D3, ein cholesterinähnliches Molekül, das in der Haut vorkommt, setzt den Prozess in Gang, indem es UVB-Strahlen absorbiert und daraus das sogenannte Prävitamin D3 bildet. Dieses wird mit Hilfe der Körperwärme schnell zu Vitamin D3 umgewandelt. Dann durchläuft es weitere Aktivierungsprozesse: einen in der Leber und einen in den Nieren – um dann über den Blutkreislauf zu den Zellen und Geweben des Körpers zu gelangen.

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Positive Auswirkungen von Vitamin D

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D hat eine schützende Wirkung auf die Nervenzellen; außerdem kann es dazu beitragen, verschiedene Krankheiten wie Bluthochdruck, Rückenschmerzen, Diabetes, Arthritis, Infektionen der oberen Atemwege, Osteoporose und Fibromyalgie zu verhindern. Es scheint auch die Fruchtbarkeit, die Gewichtskontrolle und das Gedächtnis zu verbessern sowie die Immunabwehr zu stärken. Daneben hilft es auch bei der Regulierung unserer Stimmung im Zusammenhang mit der saisonalen affektiven Störung (SAD) und dem prämenstruellen Syndrom (PMS).

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Diagnose von Vitamin-D-Mangel

Außer bei Rachitis oder Osteoporose hat ein Vitamin-D-Mangel normalerweise keine Symptome. Häufige Beschwerden wie Muskelschwäche, ein Schweregefühl in den Beinen, chronische Schmerzen im Bewegungsapparat und Müdigkeit können jedoch Symptome für einen Vitamin-D-Mangel sein.49 Darüber hinaus können häufige Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Diabetes, Herzkrankheiten oder sogar depressive Zustände Warnzeichen dafür sein, dass ein Mangel bereits seit vielen Jahren besteht.

Auch wenn es keine körperlichen Anzeichen oder Symptome gibt, ist es am besten, vor allem bei Risikopatienten, Labortests durchzuführen. Um eine richtige Diagnose zu stellen, muss der Serum-25(OH)D-Spiegel bestimmt und richtig interpretiert werden. Er sollte bei Risikopatienten mindestens zweimal im Jahr bestimmt werden – einmal im Frühjahr und einmal im Spätsommer.

Die ganzheitliche Medizin empfiehlt den 25(OH)D-Spiegel das ganze Jahr über bei 30 ng/ml zu halten. Unterhalb dieser Werte kann der Patient bereits leichte bis mittelschwere Beschwerden haben.

Diese Referenzwerte sind nur ein allgemeiner Richtwert. Es ist wichtig zu wissen, dass die benötigte Menge an Vitamin D bei jedem Patienten unterschiedlich ist, je nach Körpergewicht, Körperfett, Alter, Hautfarbe, Jahreszeit, Breitengrad und Lebensstil. Den optimalen Wert können Sie mit Hilfe ihres Arztes oder Heilpraktikers bestimmen.

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Behandlung von Vitamin-D-Mangel

Es gibt zwei Hauptmethoden zur Behandlung von Vitamin-D-Mangel: Sonnenlicht und Vitamin-D-Präparate. Ein regelmäßiges Sonnenbad von 10 bis 15 Minuten versorgt den Körper mit wichtigen Dosen von Vitamin D. Allerdings müssen bestimmte ideale Bedingungen erfüllt sein – und um einen Sonnenbrand zu vermeiden, muss ein angemessener Sonnenschutz verwendet werden.

Die am meisten verwendete Behandlung des Vitamin-D-Mangels ist die Supplementierung mit Cholecalciferol, auch bekannt als Vitamin D3. Der wichtigste Faktor für eine angemessene Supplementierung ist die Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels.

Wenn ein Vitamin-D-Mangel diagnostiziert wurde, sollte eine hochdosierte Behandlung eingeleitet werden, bis ein normaler Vitamin-D-Spiegel im Blut erreicht ist. In diesen Fällen empfehlen einige Studien eine Supplementierung von 1.000 IE pro Tag und pro 15 kg Körpergewicht, das sollte aber von einem Arzt, Ernährungsberater oder Heilpraktiker abschließend beurteilt werden.

Auch andere Faktoren können höhere Dosen von Vitamin D erfordern, z. B. Patienten mit schweren Krankheiten und auch die Einnahme bestimmter Medikamente könnte das indizieren. Außerdem nimmt die Fähigkeit der Haut, Vitamin D zu produzieren, mit zunehmendem ab, so dass ältere Menschen unter Umständen auch höhere Dosen benötigen.

Bei einer hochdosierten Einnahme sollte der Arzt oder Heilpraktiker den Kalziumspiegel überwachen, um eine Hyperkalzämie (zu viel Kalzium im Blut) zu vermeiden. Eine Vitamin-D-Toxizität ist jedoch extrem selten, hierfür müsste ein Mensch eine Vitamin-D-Supplementierung über viele Monate hinweg von mehr als 10.000 IE pro Tag zu sich nehmen. Eine weitere Maßnahme ist die Einnahme einer Kombination von Vitamin D3 mit Vitamin K2, das dazu beiträgt, den Kalziumspiegel im Blut stabil zu halten.


Um die optimale Dosis zu bestimmen, müssen verschiedene Faktoren wie Lebensstil, Hauttyp, Sonneneinstrahlung und allgemeiner Gesundheitszustand berücksichtigt werden. Wir empfehlen Ihnen, regelmäßig Ihren Vitamin-D-Spiegel zu überprüfen und Ihre Gesundheit mit ausreichend viel des Sonnenvitamins zu boostern.

 


Quellen

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